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26 / 27 Juni 2021
12. Juli 2013

Hagenbrot

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Ein Brot was bereits über viele Jahrhunderte gebacken und in der Zusammensetzung immer wieder etwas verändert wurde. Ganz nach den regionalen Vorkommen an Mehlen und auch Kräutern zu den Zeiten des frühen aber auch späten Mittelalters.

In machnen Regionen wird es Schüttelbrot und in anderen Gegenden einfach nur Fladenbrot genannt. Es gibt natürlich noch viele andere Bezeichnungen und Namen.

Im Laufe der Zeit reisten auch in Gebhardshagen immer wieder Händler vorbei die den Herrschaften der Burg ihre Waren feilboten (angeboten haben). Was in damaligen Zeiten natürlich auch fremde, sogar orientalische Gewürze waren.

Wusstet ihr dass man Brot für die besser betuchten Herrschaften im Mittelalter aus weissem Mehl hergestellt hatte. Unglaublich aber wahr – damals war die Herstellung des hellen Mehls sehr aufwendig und teuer und überwiegend für Edelleute bestimmt.

Dinkelmehl, Roggenmehl und andere Getreidesorten in einfachster Herstellung, wurden für das Gesindel, die armen Leute verwendet, obwohl es aus heutiger Sicht viel hochwertiger ist.

Auch in dieser Zusammensetzung hat sich einiges geändert und so habe ich mir erlaubt, ein erweitertes Rezept *Zusätzlich für die bessere Gesellschaft“ hinzuzufügen, um es doch noch um einiges schmackhafter zu machen.

 

Hagenbrot: Rezept für gut 4 Personen.

  • 350 g Weizenmehl

  • 350 g Roggenmehl (oder anderes Vollwertmehl)

  • 2 Teel. Salz

  • 1/4 bis 1/2 Teel. Kümmel

  • 1 bis 2 Eier

  • 4 EL Öl

  • 1/2 Liter lauwarmes Wasser

  • 1 Würfel frische Hefe

  • 1 Teel. Zucker

    *Zusätzlich für die bessere Gesellschaft:

  • 80 g Trockenzwiebeln

  • 100 g kleine Schinkenwürfel

  • ¼ Liter Buttermilch

  • 1/4 Teel. Fenchelsamen

  • Kleie … wird unter das Brot (auf das Backblech) gemacht, damit es beim Backen nicht festklebt.

 

Zubereitung :

  • Den Kümmel und Fenchelsamen im Mörser fein zermahlen, oder wenn kein Mörser vorhanden ist, mit einer Messerspitze (Buttermesser) zerdrücken.

  • Mehl mit den Zutaten in einer Teigschüssel vermischen.

  • In einer seperaten Schüssel, Hefe und Zucker in lauwarmem Wasser auflösen.

  • Das Wasser nach und nach zum Mehl geben und mit dem Öl und der Buttermilch zu einem Teig verkneten.

  • Den Teig mit Mehl bestäuben und eine halbe Stunde an einem warmen Ort, (mit feuchtem Tuch abgedeckt) gehen lassen.

  • Den Teig nochmal durchkneten und zu ca. 10 flachen Fladen formen und auf dem mit Kleie bestreutem Backblech nochmal 10 Minuten gehen lassen.

  • Ei kurz schlagen und die Fladen mit dem Ei bestreichen | geht aber auch ohne Ei.

  • Bei 180 °C in einem vorgeheiztem Backofen ca. 5 - 10 Minuten backen.

  • Auskühlen lassen & an einem luftigen Ort trocknen lassen und so wäre das Brot über längere Zeit haltbar.

Wenn das Brot gleich nach dem Abkühlen gegessen wird, ist das ein GENUSS für die Sinne.

Das Brot ohne die Zwiebeln und den Schinken zubereitet, kann so an einem kühlen luftigen Ort über Monate gelagert werden … dann wirds`s aber auch sehr knusprig.

Gutes Gelingen