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Sgh 2020
27 / 28 Juni 2020
27. Mai 2016

Förderverein will Herrenhaus betreiben

Förderverein will Herrenhaus betreiben

Gebhardshagen  Die Stadt muss dazu einen Großteil der Betriebskosten zahlen.

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Lotar Magalowski vom Förderverein Wasserburg Gebhardshagen vor dem Herrenhaus der Wasserburg.

Zusätzlich zum Verwalterhaus der Wasserburg möchte der Förderverein Wasserburg Gebhardshagen auch künftig das Gutshaus (Herrenhaus) als Dorfgemeinschaftshaus und Veranstaltungsgebäude betreiben. Das Gebäude, in dem sich seit 2014 bereits ein Trauzimmer befindet, sei für Privatfeiern, aber auch für Veranstaltungen, Vereins- oder Ortsratssitzungen besonders gut geeignet, führte Frank Miska (SPD) in der Ratssitzung am Mittwochabend aus. Wenn es da nicht ein Problem gäbe…

Die Nachfrage nach dem Verwalterhaus sei im Jahr 2014 so weit zurückgegangen, dass die Betriebskosten höher gewesen seien als die Einnahmen, erläuterte Miska. Demnach standen den Einnahmen des Fördervereins von 20 976 Euro Gesamtausgaben in Höhe von 26 150 Euro gegenüber. „Der Fehlbetrag konnte durch die Rücklagen des Fördervereins ausgeglichen werden“, berichtete Miska. Allerdings seien die Rücklagen des Vereins für die Bewirtschaftungskosten nun fast aufgebraucht. Um Liquiditätsprobleme zu vermeiden, zahle die Stadt seit Anfang 2015 die Betriebskosten für Gas, Wasser und Strom und rechne sie jeweils im folgenden Jahr mit dem Förderverein ab, so Miska. Daher solle nun eine Änderungsvereinbarung in Kraft treten.

Dies beschloss der Rat einstimmig. In ihr ist vorgesehen, „dass der Förderverein künftig nur noch 50 Prozent der Betriebskosten, maximal 2000 Euro jährlich, erwirtschaften muss. Die übrigen Kosten trägt die Stadt Salzgitter.“ Andernfalls sei der Förderverein nicht mehr in der Lage, das Objekt zu bewirtschaften.

Im Gegenzug dürfe die Stadt die Gebäude der Wasserburg für städtische Zwecke kostenlos nutzen, heißt es in der Änderungsvereinbarung. Im Herrenhaus seien unter anderem Sprach- und Volkshochschul-Kurse, ein Seniorentreff sowie Seminare geplant. Einen Ausbau des Obergeschosses für diese Nutzungen prüfe die Verwaltung derzeit, heißt es weiter. Auf den städtischen Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik kämen nach Abschluss der Änderungsvereinbarung „Betriebskosten in Höhe von voraussichtlich 7000 Euro jährlich“ zu, teilte die Verwaltung in der Ratssitzung mit.

 

 

Bericht: Salzgitter Zeitung, Alexandra Ritter
Foto: Bernward Comes