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07 & 08 Juli 2018
29. August 2017

Wasserburg-Investor will Stadt verklagen

Wasserburg-Investor will Stadt verklagen

Gebhardshagen  Es geht um einstige Supermarkt-Pläne.

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In die Wasserburg sollte 2013 ein Supermarkt einziehen

 

Knapp vier Jahre nach dem Debakel um die mögliche Nutzung eines Teils der historischen Wasserburg für einen Supermarkt drohen der Stadt rechtliche Konsequenzen. Der Ende 2013 von der Kommune abgewiesene Investor, die Projektentwicklerin PCS Procon System GmbH, hat vor dem Landgericht in Braunschweig Klage eingereicht. Das bestätigte gestern Gerichtssprecherin Maike Block-Cavallaro. Wie die Stadt bestätigte, erhebt die Procon einen Schadensersatzanspruch in Höhe von insgesamt 800 000 Euro.

Die Vorgehensweise des Investors habe die Kommune wenig überrascht, sagte Baudezernent Michael Tacke. Grund: Es drohte die Verjährung der Ansprüche, die PCS-Geschäftsführer Herbert Köhler erstmals schon im April 2014 geltend gemacht hatte. Damals allerdings in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Die Summe setzte sich zusammen aus Kosten etwa für die Anzahlung an Edeka, deren Filialmarkt im ehemaligen Schafstall angesiedelt werden sollte. Angerechnet wurden aber auch Kosten für Gutachten, Darlehens- und Zinsübernahmen in Gesamthöhe von 1,4 Millionen Euro. Dazu kamen 1,8 Millionen Euro als Gewinnausfall während der dreijährigen Verhandlungen.

Zur Begründung führte die Procon damals an, dass die Stadt ihr zunächst den Zuschlag für ein Gesamtnutzungskonzept und den Kauf des Wasserburg-Areals erteilt, dann aber grundlos entzogen habe. Der Schadensersatz bezieht sich auf Aufwendungen für das damalige Vergabeverfahren.

Baudezernent Tacke weist die Forderung „voll umfänglich“ zurück. Die Procon habe als Investorin und Projektentwicklerin die festgelegten Bedingungen für den Burg-Verkauf nicht erfüllt. Die Stadt hat ihrerseits juristischen Beistand eingeschaltet.

 

 

 

Bericht: Salzgitter Zeitung, Michael Kothe 25.08.2017
Foto: Comes