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07 & 08 Juli 2018
05. August 2017

Wo Spielspaß locken soll, sprießt Unkraut

Wo Spielspaß locken soll, sprießt Unkraut

Gebhardshagen  Der Bau der Spielerlebniswelt verzögert sich wegen Lieferproblemen des Geräteherstellers.

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Dort, wo unterhalb der Wasserburg eine Spielerlebniswelt entstehen soll, wuchert derzeit das Unkraut.

 

Sie ist mit großen Erwartungen verbunden und wird mit viel Vorfreude erwartet: Doch die üppige mittelalterliche Spielerlebniswelt, die schon ab Mai unterhalb der der Wasserburg in Gebhardshagen entstehen sollte, lässt auf sich warten. Grund sind laut Stadt Lieferverzögerungen beim Spielgerätehersteller.

Der Ortsrat West und der Förderverein der Wasserburg sind sich sicher: Die Spielerlebniswelt könnte sich zu einem ähnlich bedeutsamen Anziehungspunkt entwickeln wie der Piratenspielplatz für den Salzgittersee. Mehrheitlich hatte der Rat Mitte Februar grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Doch wo ab September Kinder auf Holzzinnen klettern und mit einem blauen Holzdrachen ringen sollten, wuchert derzeit auf sumpfigem Untergrund kniehoch das Unkraut. Es habe „Verzögerungen bei der Herstellung der Spielgeräte“ gegeben, so die Stadt. Frühestens Anfang August könne der Aufbau starten.

Der Städtische Regiebetrieb (SRB) hatte im April die vorbereitenden Garten- und Landschaftsbauarbeiten veranlasst. Doch nun herrscht Stillstand. Unklar ist, wann der Spielplatz eröffnet wird: „Ein verbindlicher Termin kann zurzeit nicht genannt werden“, heißt es von der Verwaltung.

Beim Förderverein stößt der Stillstand auf Kritik. Grund ist die durch die Baustelle stark beeinträchtigte Nutzung der Grünfläche. So sei der Förderverein als Veranstalter des überregional bekannten Mittelalter-Marktes Ende Juni räumlich in Bedrängnis geraten, sagt Vorsitzender Karl-Heinz Bremer. Damals hätten etwa die Schaukämpfe auf Kies stattfinden müssen – das habe die Inszenierung arg erschwert. Auch das Schützenfest, das am Wochenende auf dem Burggelände stattfinden soll, müsse auf beengtem Raum stattfinden. Unverständlich ist für Bremer, warum die Stadt beim Gerätehersteller nicht auf Einhaltung vertraglicher Vereinbarungen besteht.

Ortsbürgermeisterin Annegrit Grabb (SPD) reagiert gelassen. Behinderungen für das Schützenfest seien ausgeräumt worden. „Ich hoffe, dass es mit dem Projekt noch 2017 klappt“, sagt sie.

 

 

 

 

Bericht: Salzgitter Zeitung, Michael Kothe 01.08.2017
Foto: Bernward Comes